Einsamkeit gefällig? - die abgelegensten Reiseziele der Welt

Überfüllte Strände, lärmende Hotels und proppenvolle Innenstädte sind nicht jedermanns Sache. Wer seinen Urlaub einmal an den abgelegensten Reisezielen der Welt verbringen will, erhält an dieser Stelle die passenden Tipps und Anregungen.

Namib-Wüste in Afrika

Die Namib-Wüste in Namibia und Angola ist die älteste Wüste der Welt und gleichzeitig eine der wenigen weltweiten Küsten- und Nebelwüsten. Die Sandwüste zählt zu den unwirtlichsten Orten auf der Erde und ist berühmt für ihre spektakulären Sanddünen, die in Abhängigkeit vom Lichteinfall im unterschiedlichen Farben erstrahlen. In den Weiten der Namib-Wüste begegnet Ihnen nur äußerst selten ein Mensch. 

Wenn Sie nicht in einer Wüsten-Lodge übernachten wollen und auf Abenteuer aus sind, mieten Sie einfach ein geländegängiges Fahrzeug mit Dachzelt und übernachten in der Wildnis. Die Anreise nach Namibia erfolgt über den internationalen Flughafen in Windhoek. Von dort setzen Sie die Reise mit dem Allrad-Geländewagen fort. Einzelheiten zu Reisezielen wie Namibia und Südafrika halten die Aussteller auf der virtuellen Reisemesse für Sie bereit.

Osterinsel im Pazifik

Über 3.500 km von der südamerikanischen Küste entfernt liegt die Osterinsel im Pazifischen Ozean. Das Eiland wird von Chile verwaltet und gehört zu den abgelegensten Orten der Welt. Die bekanntesten Attraktionen auf der Osterinsel sind die gigantischen Steinskulpturen der Moai. Sie stehen oder liegen auf der ganzen Insel verteilt. Warum die monumentalen Skulpturen einst aufgestellt wurden, ist bis heute ungeklärt.

Die karge Landschaft der Osterinsel erkunden Sie am besten mit einem Quad oder auf dem Pferderücken. Außer einzelnen Schafen und Rindern begegnen Ihnen keine größeren Lebewesen. Planen Sie einen Ausflug zum Vulkankrater des Rano Kao ein. Dort liegen mehr als 300 unvollendete Steinstatuen in einem Steinbruch aus Vulkangestein. Die Anreise zur Osterinsel erfolgt ausnahmslos über die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile. Einmal täglich wird das Eiland im Pazifik im Rahmen eines Linienfluges angesteuert.

Halbinsel Kamtschatka in Russland

Rauchende Vulkanschlote, fischreiche Flüsse und einsame Wildnis, soweit das Auge reicht – die russische Halbinsel Kamtschatka zählt zu den einsamsten und spektakulärsten Reisezielen der Welt. Bären und riesige Elche leben in der kargen Wildnis, die in der subarktischen Klimazone liegt. Knapp 30 aktive Vulkane befinden sich auf Kamtschatka. Der höchste Kegel ist 4.750 m hoch. Hinzu kommen Geysire sowie der 758 km lange Fluss Kamtschatka.

Dass der abgelegene Ort im äußersten Nordosten Russlands seit 1996 UNESCO-Weltnaturerbe ist, wissen nur Insider. In einem Urlaub auf Kamtschatka steht Naturgenuss im Vordergrund. Wanderungen führen Sie durch die Vulkanregionen und Angeltrips an die forellenreichen Flüsse. Die Anreise erfolgt über Moskau nach Petropawlowsk. In der einzigen Stadt auf der Halbinsel leben rund zwei Drittel der 310.000 Einwohner.

Kokosinseln im Indischen Ozean

Video: Das Haiparadies: Cocos Island [Doku]

Mauritius, die Seychellen und die Malediven gehören zu den bekanntesten Reisezielen im Indischen Ozean. Die Kokosinseln liegen im gleichen Gewässer, zählen jedoch zu den abgelegensten Orten weltweit. Knapp 3.000 Kilometer nordwestlich von Australien liegen die winzigen Eilande im Indischen Ozean. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit an palmengesäumten Stränden und blauen Lagunen sucht, ist auf den Kokosinseln goldrichtig. Gerade einmal 15 km² groß ist die Landmasse und einem der 550 Einwohner begegnen Sie nur in den Siedlungen.

Die Kokosinseln sind der perfekte Ort zum Abschalten. In den vorgelagerten Korallenriffen wimmelt es von Leben. In den Gewässern tummeln sich unzählige tropische Fischarten sowie Karettschildkröten und Seeschlangen. Die Anreise auf die Kokosinseln erfolgt auf dem Luftweg. Vom australischen Perth werden Direktflüge zum einzigen Inselflughafen Cocos Islands Airport angeboten.

Changthang-Hochland in Tibet

Vor allem spirituelle Reisen führen die Menschen nach Tibet. Dass im Nordwesten Tibets eine der einsamsten Regionen der Welt liegt, wissen in der Regel nur Einheimische und Forscher. Auf einer Höhe von durchschnittlich 4.000 m liegt das Changthang-Hochland. Im Winter können die Temperaturen auf bis zu -40 Grad fallen. Nur vereinzelt streifen Nomaden im Sommer durch die karge Wildnis, die von bis zu 7.000 m hohen Bergketten eingerahmt wird. Sie treiben ihre Schaf- und Ziegenherden zu den grasbewachsenen Ebenen.

Wer das Changthang-Hochland in Tibet bereist, entscheidet sich für einen Kletter- oder Trekkingurlaub. Staubtrocken ist es im Hochland, in dem Braunbären, Tibetantilopen und Argali-Schafe leben. Der Himalaya schirmt die Region vollständig von den Regenwolken ab, die der Monsun alljährlich vor sich hertreibt. In Ladakh werden Trekkingtouren mit Yaks in das Nubra Valley und zum Pangong Lake angeboten. Wer das Hochland lieber auf eigene Faust erkundet, kann ein Yak mieten und auf dem Rücken des Tieres durch die Wildnis reisen.

Kerguelen-Archipel im Indischen Ozean

Während die Kokos-Inseln ein entlegenes tropisches Traumziel sind, fegen über den Kerguelen-Archipel im südlichen Indischen Ozean das ganze Jahr hindurch eisige Winde hinweg. Die Inselgruppe liegt fernab der menschlichen Zivilisation zwischen der Antarktis, Südafrika und Australien. Abgesehen von einigen Forschern begegnet Ihnen auf den windumtosten Inseln keine Menschenseele. Wer sich von stürmischen Winden nicht abschrecken lässt, ist auf dem Kerguelen-Archipel genau richtig.

Die Inselgruppe im Indischen Ozean ist Teil der Französischen Süd- und Antarktisgebiete. Lediglich die Forschungsstation im Osten der Hauptinsel ist ständig besetzt. Im Jahr 2019 entschied die Welterbekommission der UNESCO, den Archipel in die Liste des Weltnaturerbes der Menschheit aufzunehmen. Wenn Sie diesen abgelegenen Ort besuchen wollen, müssen Sie auf der französischen Insel La Réunion ein Forschungsschiff besteigen, das Sie nach einer rund zehntägigen Überfahrt auf dem Kerguelen-Archipel absetzt.

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