Abenteuer pur – Reisen auf der Seidenstraße

Die legendäre Seidenstraße war ein uralter Handelsweg, der den Mittelmeerraum mit dem Reich der Mitte verband. Seide aus China war in der Antike und im Mittelalter eines der wichtigsten Handelsgüter überhaupt und stand aus diesem Grund Pate bei der Namensgebung.

Seidenstraße – Handelsweg seit der Antike

Die Seidenstraße ist ein uraltes Netz von Karawanenstraßen, die den Mittelmeerraum auf dem Landweg mit China verbanden. Seit der Antike wurde die Route als Handelsweg genutzt. Dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot, der im 5. Jahrhundert v. Chr. lebte, ist es zu verdanken, dass der damalige Verlauf in groben Zügen rekonstruiert werden kann. Die antike Seidenstraße führte am Schwarzen Meer vorbei, bog anschließend in Richtung Osten ab und folgte dem Verlauf alter Karawanenpfade bis in die chinesische Stadt Xian.

Im 14. Jahrhundert verlor die Seidenstraße an Bedeutung, denn der Seehandel erwies sich als die schnellere, günstigere und sicherere Variante für den Warenaustausch zwischen Europa und Fernost. Darüber hinaus entfielen Zölle sowie die Abgaben an Zwischenhändler. Händler aus China fuhren mit ihren Holzdschunken bis nach Indien und zur arabischen Halbinsel. Vor dem Niedergang der Seidenstraße nutze ein berühmter Reisender den alten Handelsweg: Marco Polo. Der venezianische Händler reiste in den Jahren 1273/74 auf der Route nach China und hinterließ zahlreiche Reiseberichte.

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Seide und Porzellan gegen Gold, Glas und Edelsteine

Seide gab dem alten Handelsweg seinen Namen, und der wertvolle Stoff war ein begehrtes Gut im Römischen Reich. Wie Glas und Purpur zählte Seide zu den Luxusartikeln. Nur der Kaiser und sein Hofstaat konnten sich diese kostbare Ware leisten. Mit der Seide gelangten auch exotische Gewürze, Porzellan, Jade und Pelze nach Europa. Selbst Arzneimittel und Parfüm kamen über die Seidenstraße in den Mittelmeerraum. Aus Europa und Afrika wurden in erster Linie Edelmetalle wie Gold und Silber aber auch Edelsteine und Glas nach Fernost transportiert. Der Handel wurde in der Regel über Zwischenhändler abgewickelt, die ihre Marge auf die Waren aufschlugen. Auf diese Weise verteuerten sich die Produkte unterwegs mehrmals. 

8.000 Kilometer Abenteuer

Nie hatte die Seidenstraße eine festgelegte Streckenführung. Die Handelsroute bestand aus einem Geflecht von Karawanenpfaden mit etlichen Abzweigungen und Nebenrouten. Einige Wege wurden regelmäßig genutzt, andere nur in Ausnahmefällen. Die Seidenstraße verbindet drei wichtige Kulturräume Asiens miteinander: Arabien, Indien und China. Länder wie Armenien, Usbekistan, Georgien und der Iran liegen an der legendären Handelsroute.

Dass sich der Verlauf der Seidenstraße in der Geschichte oft änderte, liegt an den geografischen und topografischen Besonderheiten. Der alte Handelsweg verlief durch einige der unwirtlichsten Regionen der Erde. Staubtrockene Wüsten mussten durchquert werden, in denen sich die Karawanen von Oase zu Oase quälten. Die Temperaturen können im Sommer auf über 40 Grad klettern und im Winter auf eisige -20 Grad fallen. Hinter der Taklamakan-Wüste, der zweitgrößten Sandwüste der Erde, ragen die höchsten Berge der Erde auf. Durch Gebirge wie den Pamir und den Tian Shan führte die Seidenstraße über halsbrecherische Pfade an tiefen Schluchten entlang und über eisige Hochgebirgspässe. Der berühmteste Handelspfad der Welt hält, was er verspricht: jede Menge Abenteuer.

Highlights an der Seidenstraße

Unzählige landschaftliche und kulturelle Highlights warten an der Seidenstraße auf ihre Entdeckung. Die beschriebenen Attraktionen stellen nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten am berühmtesten Handelsweg der Welt dar.

Taschkent – die Hauptstadt Usbekistans

Taschkent ist die kosmopolitische Hauptstadt Usbekistans. Teile der orientalischen Architektur können Sie in der Altstadt bewundern. Das Highlight im historischen Zentrum schlechthin ist der Chorsu-Bazaar. Unter einer riesigen Kuppel bieten Händler auf zwei Etagen Obst, Gemüse, Backwaren, Gewürze, traditionelle Handwerkskunst und usbekische Musikinstrumente an.

Samarkand – UNESCO-Welterbestadt

Samarkand ist eine Großstadt in Usbekistan und gilt als Paradebeispiel für die Baukunst des Orients. Der Registanplatz mit seinen kunstvoll verzierten Gebäuden zählt zu den schönsten in Zentralasien. Seit 2001 darf sich Samarkand mit dem Titel Welterbestadt schmücken. Die UNESCO entschied damals, die Stadt am „Schnittpunkt der Kulturen“ in die Liste der Welterbestätten aufzunehmen.

Khiva – die alte Oasenstadt

Ganz im Westen Usbekistans liegt die alte Oasenstadt Khiva. Wie ein riesiges Freilichtmuseum liegt die historische Altstadt vor den Besuchern, nachdem sie die Tore der prächtig verzierten Stadtmauer passiert haben. Sie bummeln durch ein Gassenlabyrinth, in dem sich orientalische Wohnhäuser, Moscheen und Mausoleen aneinanderdrängen. Besonders eindrucksvoll ist mit dem Kalta Minor ein 26 m hoher Turm, dessen Außenwand mit glasierten blauen Keramikfliesen verziert ist.

Yssykköl – tiefblauer Bergsee in Kirgisistan

Ein landschaftliches Highlight ist der Bergsee Yssykköl, der auf einer Höhe von 1.600 m über dem Meeresspiegel im Tian Shan Gebirge liegt. Nach dem Titicacasee ist der Yssykköl der zweitgrößte Bergsee der Erde. Eine Besonderheit ist der hohe Salzgehalt des Binnengewässers. Er liegt bei etwa 6 Gramm pro Kilogramm und verhindert ein Zufrieren des Sees im Winter.

Taklamakan – zweitgrößte Sandwüste der Erde

Sie ist rund 1.000 Kilometer lang und bis zu 400 km breit: die Taklamakan-Wüste. Die zweitgrößte Sandwüste der Erde und liegt in Zentralasien östlich von Kirgisistan. Von Nord nach Süd durchquert die ca. 500 km lange Taklamakan-Straße die unwirtliche Region. Einst zogen die Karawanen von Oase zu Oase durch die Wüste mit ihren knochentrockenen Büschen und Sanddünen.

Jiayuguan – am Ende der Chinesischen Mauer

Jiayuguan ist eine Stadt in China, die sich am Westende der Chinesischen Mauer befindet. Das historische Zentrum markiert eine Festung, die zum Schutz des Handels entlang der Seidenstraße errichtet wurde. An der Festung endet mit der Chinesischen Mauer das bedeutendste Verteidigungsbauwerk im Reich der Mitte.

Xian – Start- und Zielpunkt der Seidenstraße

Die chinesische Stadt Xian ist Start- und Zielpunkt der Seidenstraße. Sie ist die alte Hauptstadt Chinas und ein Schmelztiegel zentralasiatischer Kulturen. Bekannt wurde Xian, als im Jahr 1974 in der Grabstätte von Kaiser Qin Shihuangdi die weltberühmte Terrakotta-Armee entdeckt wurde. Über 3.000 Tonsoldaten und Pferde wurden bisher freigelegt.

Reisen entlang der Seidenstraße

Eine Reise entlang der Seidenstraße zählt zu den großen Abenteuern, die die Gegenwart zu bieten hat. Sie passieren faszinierende Landschaften und tauchen tief in die Welt fremder Kulturen ein. Einige Anbieter auf der virtuellen Reisemesse haben sich auf derartige Adventure-Touren spezialisiert und bieten verschiedene Reisen mit Tourguide zum Festpreis an. Sie haben die Wahl zwischen Abenteuerreisen, die durch mehrere Länder führen und Seidenstraßen-Trips, die sich auf eine bestimmte Region beschränken.

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